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14 Gründe, Python zu lernen

Gründe, Python zu lernen (Foto: Grüne Python auf einem Ast)

Kurzfassung: Python ist weltweit eine der beliebtesten Programmiersprachen und wird von vielen bekannten Unternehmen wie Google eingesetzt. Sie ist sehr universell, aber auch für besondere Einsatzgebiete wie Data Science, Machine Learning und Artificial Intelligence hervorragend geeignet. Du kannst mit Python Websites genauso programmieren wie einen Raspberry Pi – oder Keyboard Maestro. Für Python gibt es nicht nur viele Lernmaterialien, sondern auch eine große Community, die schon zahlreiche Bibliotheken entwickelt hat. Python ist schnell und du brauchst wenig Code, um viel zu erreichen. Die Sprache funktioniert auf praktisch allen Plattformen. Außerdem kannst du Python sehr einfach und schnell lernen. Ein Python-Programmierer verdient vergleichsweise viel, aber man muss nicht unbedingt Entwickler werden, um von Python heute und in Zukunft zu profitieren.

Eine Programmiersprache zu lernen, ist für die einen selbstverständlich und für die anderen der blanke Horror. Nicht nur weil es kompliziert und technisch-kalt wirkt, sondern weil man gar nicht weiß, wo man anfangen soll. Diese Frage ist heute leichter zu beantworten denn je. Denn in vielen Fällen lautet die Antwort: Python.

Es gibt viele gute Gründe, Python zu lernen. Am Ende dieses Artikels erfährst du außerdem, warum du Python auch dann lernen solltest, wenn du mit Programmieren eigentlich gar nicht viel zu tun haben willst.

1. Python ist äußerst beliebt

Ja, du hast recht. Celebrities sind auch nur Menschen. Aber bei Programmiersprachen spielt es eine entscheidende Rolle, ob eine Sprache beliebt ist oder im Begriff ist, in Vergessenheit zu geraten. Denn je mehr eine Programmiersprache genutzt wird, desto mehr Jobs gibt es, desto mehr Quellen findest du und desto größer ist die Chance, dass die Sprache auch aktiv weiterentwickelt und vor allem erweitert wird.

Python ist momentan eine der beliebtesten Sprachen, weil sie nicht nur flexibel ist, sondern wahrscheinlich auch die Zukunft entscheidend prägen wird.

Und Python wird immer populärer. Zuletzt hat die Sprache sogar das vermeintlich beliebte Java überholt:

Google Trends: Python, Java und Swift im Vergleich

2. Python wird von vielen erfolgreichen Unternehmen eingesetzt

Ein guter Indikator, welche Programmiersprache man lernen sollte, ist ihre Verbreitung in großen Unternehmen. Jede Sprache braucht eine Art Sponsor, der dafür sorgt, dass sie weiterhin von Menschen gelernt wird und der selbst viele Materialien beisteuert, um Mitarbeiter besser auszubilden.

Python wird zum Beispiel von Google sehr intensiv eingesetzt, neben C++ und Go. Angeblich heißt es bei Google: »Python where we can, C++ when we have to.«

Entsprechend hat Google zahllose Materialien zur Verfügung gestellt, die vor allem den eigenen Mitarbeitern helfen sollen, die Sprache besser zu beherrschen. Die helfen auch dir dabei, Python zu lernen.

Google ist aber selbstverständlich nicht das einzige Unternehmen, das Python einsetzt. Uber, PayPal, Google, Facebook, Instagram, Netflix, Dropbox und Reddit verwenden es ebenfalls in unterschiedlichem Maße. Sowie sehr viele andere Unternehmen.

3. Data Scientists lieben Python

Ein Grund, warum Pythons Beliebtheit so drastisch ansteigt, ist der Boom von Data Science und Big Data. Python eignet sich hervorragend, um Daten zu analysieren. Es gibt verschiedene Bibliotheken, die es dir ermöglichen, selbst mit großen Datenmengen ganz leicht zu arbeiten, zum Beispiel NumPy, Pandas oder MatPlotLib.

Data Science ist eine der wichtigsten Fähigkeiten der Zukunft – nicht nur für Data Scientists. Grundkenntnisse in der Analyse und dem Verständnis von Daten und damit auch Grundkenntnisse in Python könnten in Zukunft zu einer Grundvoraussetzung für viele Jobs werden.

4. Machine Learning und Artifical Intelligence

Ein noch heißeres Thema als Data Science sind Machine Learning und Artificial Intelligence. Alle drei hängen miteinander zusammen, aber Machine Learning hebt alles noch einmal auf ein neues Level.

Machine Learning ist ein Teilbereich der Artificial Intelligence. Durch Machine Learning können Computer aus Daten lernen, idealerweise eigenständig, also ohne dass sie instruiert werden mussten, was die Daten bedeuten.

Dieser Durchbruch ist erst vor wenigen Jahren gelungen und galt eigentlich schon als abgeschrieben. Bis heute wissen wir nur, wie Machine Learning funktioniert, aber noch nicht, warum. Dieser Durchbruch ist übrigens auch der Grund, warum die letzten Jahre so viele persönliche Assistenten mit Spracherkennung aufgetaucht sind. Ohne Machine Learning wäre so etwas gar nicht denkbar.

Die Zukunft ist Artificial Intelligence in all ihren Ausprägungen, daran zweifelt kaum jemand. Alle Jobs werden dahingehend neu erfunden werden, dass man sie in irgendeiner Form mit AI verknüpft.

Python ist hervorragend für Machine Learning und Artificial Intelligence geeignet. Es gibt viele hilfreiche Bibliotheken (z.B. Scipy, Scikit-learn oder TensorFlow). Und dadurch, dass die Sprache in diesem Bereich so aktiv eingesetzt wird, wird sie wahrscheinlich auch in Zukunft ML und AI mitbestimmen. Never change a running programming language.

5. Du kannst sogar Websites mit Python programmieren

Python ist so vielseitig, dass du es sogar anstatt von PHP verwenden kannst, um Websites zu programmieren. Mithilfe des Frameworks Django kannst du auf deinem Server Websites schneller und einfacher programmieren, als es mit PHP möglich wäre.

Auch wenn PHP immer noch eine Art Standard in der Webprogrammierung ist, so könntest du mit Python trotzdem mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Die Unterstützung bei Webhostern wird in Zukunft aufgrund der Popularität von Python vermutlich ohnehin zunehmen.

Google einfach mal, ob dein Webhoster auch Python unterstützt. Nicht alle geben das offenherzig bei ihren Paketen an, bieten aber trotzdem eine grundlegende Unterstützung.

6. Python hat eine große Community

Ich sah kürzlich ein Video von einer Frau, die Data Scientist bei Instagram ist. Sie erzählte unter anderem, wie wichtig die Website Stack Overflow in ihrem Alltag sei, weil sie dort auf jede Frage eine Antwort fände. Sie fügte an, wie unabdingbar es sei, sich zuerst selbst auf die Suche nach Lösungen zu machen, bevor man jemanden persönlich frage.

Stack Overflow ist nach Google wahrscheinlich die Website, die ich am häufigsten aufrufe. Man kann davon ausgehen, dass dort nahezu jede Frage, über die man selbst stolpert, schon einmal gestellt worden ist. Die Community ist nicht nur außergewöhnlich hilfsbereit, sondern auch extrem versiert. Nicht zu vergleichen mit der muffigen deutschen Forenkultur.

Für Python existiert bei Stack Overflow und auch sonst im Netz eine große Community. Die ist wichtig, denn nur dadurch gibt es im Netz viele Materialien, die ohne die Hilfe von zahllosen Menschen nicht existieren würden.

Außerdem wird die Community immer größer, denn Python ist tatsächlich die Programmiersprache, die die meisten Menschen momentan auf ihrer Bucket List haben:

Python ist die meistgewünschte Programmiersprache

7. Es gibt über 180.000 Bibliotheken

Die Community wirkt sich jedoch nicht nur in Form von Hilfe und Lernmaterialien aus. Ein ganz wesentlicher Faktor sind all die Erweiterungen, die Python-Entwickler kostenlos zur Verfügung stellen. Mittlerweile sind es über 180.000 Stück.

Das mag dich jetzt womöglich sogar demotivieren, weil du befürchtest, den Umgang mit allen lernen zu müssen oder zumindest mit den meisten. Keine Sorge, selbst Python alleine ist schon äußerst vielseitig. Und mit wenigen weiteren Bibliotheken kannst du erstaunliche Dinge programmieren.

8. Python ist schnell und effizient

Früher nahm man von so genannten Interpreter-Sprachen gerne Abstand, weil die Compiler-Sprachen schneller waren. Durch technologische Fortschritte ist die Lücke heute aber bei weitem nicht mehr so groß.

Python ist eine sehr schnelle Programmiersprache. Sie ist zugleich effizient, weil du verhältnismäßig wenig Code benötigst, um deine Ziele zu erreichen.

Das erste Programm, das man in einer neuen Programmiersprache schreiben muss (weil sonst das Internet abgeschaltet wird), heißt "Hallo Welt". Es besteht lediglich darin, auf dem Bildschirm die Worte "Hallo Welt" auszugeben. Es hat sich über die Jahre eingebürgert, dass man damit als Anfänger beginnt.

In Java musst du so viele Zeilen Code schreiben, nur um "Hallo Welt" auszugeben:

class HelloWorld {
  static public void main( String args[] ) {
    System.out.println( "Hallo Welt!" );
  }
}
Java

Oder noch schlimmer: In Objective-C…

#include 
#include 
int main(int argc,char **argv)
{
    id set = [Set new];
    argv++;while (--argc) [set add:[String str:*argv++]];
    [set do:{ :each | printf("hello, %s!\n",[each str]); }];
    return 0;
}
Objective-C

Weißt du, wie effizient das in Python 3 geht?

print("Hallo Welt!")
Python

Natürlich würde es niemanden überfordern, die paar Zeilen mehr in Java zu schreiben. Es geht bei diesem Vergleich vielmehr ums Prinzip: Wenn es schon so viele Zeilen erfordert, nur zwei Worte auf den Bildschirm zu schreiben, dann wird alles andere im Zweifel auch um ein Vielfaches komplizierter sein.

9. Auf allen Plattformen zuhause

Viele Programmiersprachen sind an bestimmte Plattformen gebunden. Python nicht. Es funktioniert praktisch überall. Auf einem Mac genauso wie unter Windows (👎) oder Linux. Aber genauso auch auf einem iPhone oder Raspberry Pi.

Du kannst mit Python also fast alles steuern, was du möchtest. Und dabei leckere Himbeertorte essen.

10. Du kannst Python mit Keyboard Maestro kombinieren

Keyboard Maestro bietet wirklich viele Funktionen, aber ganz oft stößt die Software auch an ihre Grenzen. Man braucht manchmal nur Kleinigkeiten, die einfach nicht verfügbar sind.

Zum Glück bietet Keyboard Maestro dir die Möglichkeit, ein Shell-Skript auszuführen. Das kann problemlos ein Python-Skript sein.

Damit stehen dir in Keyboard Maestro ganz neue Möglichkeiten offen. Plötzlich kannst du Dinge auf eine Weise manipulieren, die mit den eingebauten Mechanismen nie möglich wären. Python und Keyboard Maestro sind ein außergewöhnlich starkes Team.

11. Python ist einfach und schnell zu lernen

Diesen Punkt hättest du vielleicht weiter oben erwartet, aber ich finde, der erste Grund um eine Programmiersprache zu lernen, sollte nicht sein, wie leicht sie ist.

Du hast aber das Glück, dass Python neben all seinen anderen Vorteilen auch noch einfach zu lernen ist. Und dass du vor allem schnell deine ersten Erfolge erzielen und Programme schreiben wirst.

Während es Wochen dauern kann, bis du mit Objective-C in Xcode eine halbwegs funktionierende iPhone-App gebaut hast, kannst du mit Python schon am ersten Tag ein kleines Programm schreiben.

12. Es gibt einen Haufen an Lernmaterialien für Python

Es existieren außerdem so viele gute Quellen, um Python zu lernen. Von Websites über Bücher bis hin zu interaktiven Kursen wie DataCamp oder Codecademy. Es war nie einfacher als heute, eine Programmiersprache wie Python zu lernen.

Das hängt unmittelbar mit der Beliebtheit von Python zusammen. Denn wer schreibt schon gerne Bücher oder entwickelt Kurse für Sprachen, für die sich kaum jemand interessiert? Der ganze Aufwand wäre umsonst, weil die Einnahmen am Ende ausbleiben und die ohnehin schon wenigen Nutzer vielleicht nicht einmal damit rechnen, dass überhaupt mal jemand etwas veröffentlicht.

Meiner Meinung nach lernt man (nicht nur) eine Programmiersprache am besten, indem man sich mit den verschiedensten Materialien eindeckt. Starte am besten noch heute einen guten Onlinekurs (fang gar nicht erst mit deutschen Quellen an, sondern geh am besten gleich zu Codecademy oder DataCamp). Kauf dir ein paar Bücher, die alle auf etwas unterschiedliche Weise erklären, wie Python funktioniert.

Das wirst du dann ganz von allein noch mit zahlreichen Quellen aus dem Netz kombinieren. Und natürlich mit Stack Overflow. Es geht niemals ohne Stack Overflow. Sollte ich mir einen Hund kaufen, werde ich ihn Stack Overflow nennen. Oder d’Artagnan, ich bin mir noch nicht sicher.

13. Gute Gehaltsaussichten

Vielleicht hast du vor, professioneller Entwickler zu werden. Oder Python steckt dich erst so an, dass das plötzlich als Option für die infrage kommt.

Dann lass dir sagen, dass die Gehaltsaussichten für Python-Entwickler ziemlich gut sind. In den USA verdient ein Python-Developer im Schnitt rund $110.000 im Jahr. In Deutschland liegt das Durchschnittsgehalt nur bei ca. 53.000 € pro Jahr. Allerdings ist davon auszugehen, dass die Löhne sich weiter angleichen werden, da die dt. Unternehmen traditionell spät bemerken, was in Zukunft wichtig wird.

14. Python lohnt sich nicht nur für Entwickler

Es kann sein, dass du dir gar nicht sicher bist, ob du überhaupt Zeit in das Lernen einer Programmiersprache investieren solltest. Denn womöglich kommt es für dich selbst unter den schlimmstmöglichen Umständen nicht infrage, jemals Entwickler zu werden. Könntest du dann deine Zeit nicht sinnvoller einsetzen?

Zum einen werden viele Jobs unmittelbar von Programmiersprachen wie Python beeinflusst, wie z.B. Wirtschaft, Marketing und PR. Nicht jeder in dieser Branche wird auf hohem Niveau programmieren können müssen, aber grundlegende Kenntnisse sollten in Zukunft in diesen Branchen über alle Jobs hinweg vorhanden sein.

Zum anderen ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass Programmiersprachen wie Python in Zukunft etwas sein werden, was dir deinen aktuellen Job retten könnte. Programmiersprachen werden voraussichtlich die neuen Grundrechenarten der Zukunft sein. Nichts, was du täglich brauchst, aber etwas, ohne dass man dich vielleicht gar nicht erst einstellt.

Coding wird unsere gesamte Wirtschaft und Gesellschaft bestimmen. Bereite dich am besten schon heute darauf vor.

In diesem Beitrag werden Werke der folgenden Urheber verwendet:

  • unsplash.com / @davidclode
  • Google
  • Stack Overflow
Alexander Hetzel

Alexander Hetzel hat THEEEQ gegründet, weil er immer noch nach dem effizientesten Weg sucht, um dutzende Zimmerpflanzen am Leben zu erhalten. In der Nacht kämpft er gegen Spinnweben und leitet Gladspring, eine Strategieberatung für exklusive Marken.

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