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Wie FoMO unsere Produktivität beeinträchtigt

FoMO, Fear of Missing Out (Foto: Man sitzt alleine auf einer grünen Parkbank und starrt auf sein Smartphone.)

Kurzfassung: FoMO steht für "Fear of Missing Out", also die Angst, etwas verpassen zu können. Sie tritt auf, wenn wir Nachrichten konsumieren, in sozialen Netzwerken unterwegs sind, wenn wir Trends hinterher laufen oder sich uns Deals und Angebote präsentieren. Um FoMO zu überwinden, hilft es, die Informationsaufnahme genauso zu beschränken wie Social Media – und vor allem die richtigen Quellen zu lesen. Setz dir konkrete Ziele, sag pauschal Nein zu allem und kultiviere Langsamkeit zumindest in Teilen deines Lebens. Denk daran, dass du nicht alles haben musst, nur weil es existiert und dass dich das nicht zwingend glücklicher macht. Sei dankbar für alles, was du hast, anstatt nur an das zu denken, was du nicht hast.

Fear of Missing Out, kurz: FoMO, hat viele Gesichter. Das Akronym beschreibt die Angst, etwas verpassen zu können und das ist heute so relevant wie nie zuvor. Denn trotz oder aufgrund der Vielfalt an Möglichkeiten, die sich uns heute bieten, haben wir ständig das Gefühl, etwas verpassen zu können. Das beeinflusst unser Handeln und damit unsere Produktivität – leider in sehr negativem Maße.

1. Wo uns FoMO regelmäßig begegnet

Je stärker FoMO Macht über uns erlangt, desto größer ist ihre negative Auswirkung auf unsere Produktivität. Wir verlieren unsere Ziele und unsere Zeit aus den Augen und beenden den Tag mit einem Gefühl, nichts geschafft zu haben. Schlimmstenfalls erreichen wir unsere Ziele nicht oder zumindest sehr viel später, weil wir von anderen Möglichkeiten abgelenkt waren.

FoMO lauert uns in vielen Bereichen unseres Lebens auf.

a) Bei der Suche nach Informationen

Am häufigsten bemerken wir FoMO bei dem Konsum von Informationen. Ob es Nachrichten sind oder Posts auf Social Media Plattformen – wir haben überall und permanent das Gefühl, etwas zu verpassen.

Es ist interessant, dass wir gerade heute so eine Angst davor haben, nicht auf dem neuesten Stand zu sein. Denn alle Informationen sind doch jederzeit nur einen Klick oder Tap entfernt. Eigentlich könnten wir gerade die Informationsaufnahme besonders ruhig angehen, denn wir können uns doch erst dann informieren, wenn wir es wirklich benötigen.

Das stillt aber nicht unseren Durst. Wir brauchen die Informationen, weil wir anderenfalls das Gefühl haben, zurückzufallen gegenüber anderen. Und wenn es nur darum geht, nicht mehr mitreden zu können.

b) Beim Verfolgen von Trends

Manchmal sind es einfach nur Trends, denen wir hinterher jagen. Wir sind so besessen davon, weder beruflich noch privat den Anschluss zu verlieren, dass wir jeden Richtungswechsel in unserer Gesellschaft so schnell wie möglich bemerken möchten.

Das können banale Dinge wie Mode und technische Gadgets sein, genauso aber auch unternehmerische Entwicklungen.

Wer kennt nicht das beklemmende Gefühl, dass irgendjemand schon an irgendetwas arbeitet, das die eigene Arbeit obsolet machen wird? Das ist jedoch weder gesund noch hilfreich.

c) Bei dem Anblick von Deals und Angeboten

Besonders im beruflichen Bereich sind wir ständig neuen Deals ausgesetzt. Kunden, Geschäftspartner oder einfach neue Technologien oder Dienstleistungen, die unser Geschäft auf das nächste Level heben können.

Das Problem ist, dass wir nur begrenzte Ressourcen haben. Wir können nicht jeden Kunden annehmen, nicht mit jedem Partner zusammenarbeiten und schon gar nicht jede neue Technologie implementieren. Wir müssen Prioritäten setzen.

Wenn da nicht dieses Gefühl wäre, man könnte etwas verpassen. Die Chance seines Lebens auslassen.

Dieses Gefühl kann uns natürlich bei privaten "Deals" ebenso treffen. Bei der Partnersuche könnte es doch immer noch einen besseren Partner geben, oder nicht? Denn den Partner, den wir derzeit haben, haben wir doch auch deshalb, weil sie oder er besser ist als die Partner, die wir zuvor hatten? Geht es also noch eine Stufe besser?

Oder das Produkt, was wir so gerne kaufen möchten und das gerade im Angebot ist. Das sollten wir jetzt sofort kaufen, denn wer weiß, ob wir noch mal die Chance bekommen, es im Angebot zu erwischen? Oder nein, was wenn das Produkt noch weiter reduziert wird?

Mit dieser Denkweise kommen wir keinen Zentimeter weiter.

FoMO, Fear of Missing Out überwinden (Foto: Frau sitzt an einem Laptop, hat ein Buch vor sich aufgeschlagen und der Schreibtisch ist voll mit Post It's.)

2. Was kann ich gegen FoMO tun?

Auch wenn sich fast jeder in irgendeiner Form von Fear of Missing Out wiederfindet, es gibt Mittel und Wege, diese Angst zu überwinden.

a) Regelmäßig, nicht übermäßig Informationen aufnehmen

In den meisten Fällen hilft schon eine einfache Informationsdiät. Und das betrifft nicht nur Nachrichtenseiten, sondern vor allem Social Media.

Es spricht weder etwas dagegen, Nachrichten zu lesen noch zu verfolgen, was andere in sozialen Netzwerken posten. Du musst nicht gleich auf alles verzichten, nur um über FoMO hinwegzukommen. An der Art und Weise kannst du aber etwas ändern.

Plane die Aufnahme von Informationen ein – sowohl positiv als auch negativ. Das bedeutet, dass du dich nicht nur daran hältst, regelmäßig Informationen aufzunehmen, sondern auch daran, zu anderen Zeiten weitestgehend darauf zu verzichten.

Sei dir sicher: Dadurch dass du überhaupt regelmäßig relevante und selektierte Nachrichten liest, bist du bereits informierter als die meisten anderen Menschen. Vor allem, wenn sie deinen Beruf betreffen.

Du musst nicht alles lesen und wissen, was in deiner Branche passiert. Etwas genügt schon, um fast allen anderen voraus zu sein. Wir machen uns viel zu selten klar, wie wenig Menschen es gibt, die berufliche Informationen gezielt und regelmäßig konsumieren. Es wirkt nur so, als würde es jeder tun; am Ende lesen sie dann doch nur Spiegel Online und den Focus, weil das keinerlei kognitive Kapazitäten erfordert. Es ist die Komfortzone des Internets.

Lass die Klatschmagazine weg und such dir einige relevante Quellen aus, die du zu festen und begrenzten Zeiten konsumierst. Den Unterschied wirst du schon bald feststellen.

b) Nutze Social Media mit Bedacht

Noch ein paar Worte speziell zu Social Media: So wie es der überwiegende Teil nutzt, ist Social Media Gift für uns.

Denn wozu neigen wir? Wir folgen vor allem Menschen, die wir bewundern. Und dann vergleichen wir uns. Und dann geht es uns mies.

Mach dir klar, dass nahezu keines der Leben, die du dort glorifizierst, tatsächlich existiert. Es ist bestenfalls ein geschönter Ausschnitt. Und sehr oft ist es vollständig gestellt. Ganze Teams arbeiten daran, das alles aussehen zu lassen, als wäre es nur der private Account einer Person, die ein scheinbar perfektes Leben führt. Dass der Urlaub nur auf dem Green Screen stattgefunden hat, erzählt niemand.

Nutze Social Media so, wie es eigentlich gedacht war: Vernetze dich mit Gleichgesinnten. Ganz gleich ob beruflich oder privat, soziale Netzwerke können dir helfen, Menschen außerhalb deiner geographischen Lage kennenzulernen und damit auch neue Ideen, Denkweisen und Ansätze.

Sei egoistisch und folge Menschen, weil du ganz konkret etwas von ihnen hast (und ihnen hoffentlich ebenfalls etwas bieten kannst). Accounts, die nur der Selbstdarstellung dienen, solltest du zu deinem eigenen Wohl streichen.

c) Nach dem Überfluss-Prinzip leben

Insbesondere wenn du bemerkst, dass FoMO gerade wieder zuschlagen will, solltest du dir eines klarmachen: Es gibt immer den nächsten Deal.

Fear of Missing Out sorgt leider dafür, dass wir in einen Tunnelblick verfallen. Wir sehen nur noch diese eine Möglichkeit und wollen alles daransetzen, dass sie nicht an uns vorbeizieht. Lass sie ziehen!

Es gibt unendliche Möglichkeiten und Deals. Es gibt immer ein nächstes Jobangebot, einen nächsten Kunden, einen nächsten Rabatt oder ein nächstes Tinder Profil.

Die Idee, dass es diese eine Sache oder Person gibt, die für uns bestimmt ist, mag sehr romantisch klingen, ist aber nicht besonders rational. Wenn überhaupt gibt es sehr viele Dinge, die für uns bestimmt sind.

Die Dosen am Jahrmarktstand werden immer und unablässig neu aufgestellt. Du kannst es jederzeit ein weiteres Mal probieren. Darüber hinaus gibt es übrigens noch weitere Stände, probier es das nächste Mal einfach mit Luftballons. Der Jahrmarkt des Lebens ist groß.

Verabschiede dich von Sätzen wie "Das ist eine einmalige Gelegenheit". Das ist sie nicht, das ist nur FoMO. Du bist nur dafür verantwortlich, so umtriebig zu sein, dass es noch viele weitere "einmalige" Gelegenheiten geben wird.

d) Konkrete Ziele setzen

Wenn du durch die Stadt gehst und nicht genau weißt, was du als Nächstes tun sollst, bist du ein einfaches Ziel für alle Ablenkungen. Du schaust in dieses oder jenes Schaufenster, trinkst hier oder dort einen Kaffee. Mit anderen Worten: Du flanierst.

Hast du hingegen ein konkretes Ziel vor Augen, musst du etwas Bestimmtes erledigen und das vielleicht sogar in einem engen aber machbaren Zeitfenster, dann wirst du dich von keinem Schaufenster der Welt davon abbringen lassen. Du nimmst diese Schaufenster und Cafés vermutlich gar nicht wahr.

Konkrete Ziele zu haben, kann Wunder gegen FoMO wirken. Das heißt nicht, dass wir nicht mehr links und rechts am Wegesrand nach Gelegenheiten Ausschau halten dürfen. Aber wir sollten uns immer wieder auf unser klares Ziel besinnen.

Wenn du einen nahenden Abgabetermin hast, wirst du voraussichtlich keine Gedanken an mögliche andere Projekte verschwenden oder den halben Tag auf Nachrichtenseiten verbringen. Wir sollten immer nahende Abgabetermine in unserem Leben haben.

e) Nein auf Kurzwahl

Es gibt so viele Beiträge und Bücher darüber, wie man am besten Nein sagt. Dabei ist es so einfach:

Mach Nein zu deiner automatischen Antwort auf alles.

Das bedeutet nicht, dass du am Ende wirklich Nein zu allem sagst, aber du gibst dir Zeit, darüber nachzudenken. Jeder wird sich freuen, wenn er am Ende von dir erfährt, dass du doch Zeit erübrigen kannst.

Das mag hart klingen, aber mit der richtigen Formulierung werden die meisten Verständnis dafür aufbringen. Probier es mit:

"So wie es derzeit aussieht, ist es mir nicht möglich, das Projekt anzunehmen. Sollte sich daran etwas ändern, lasse ich es dich sofort wissen."

Die meisten Dinge, die an uns herangetragen werden, verdienen ein Nein. Warum sagen wir dann so oft automatisch ja? Wäre ich in einem Casino und würde ich wissen, dass zu 80 % die Kugel bei Rot landet und nur zu 20 % bei Schwarz, dann wäre ich nicht besonders klug, würde ich mein Geld immer wieder auf Schwarz setzen.

Mach dir keine Sorgen, dass du jemanden vor den Kopf stoßen könntest. Zum einen kommt das seltener vor, als du glaubst, vor allem wenn du höflich und verständnisvoll bleibst. Zum anderen lässt sich das nicht immer vermeiden. Manche Menschen sehen es als ihren Lebensinhalt an, beleidigt zu sein. Von denen solltest du dich ohnehin fernhalten, also war auch hier das Nein wahrscheinlich die richtige Wahl.

f) Kultiviere Langsamkeit (in Teilen)

Mit diesem Tipp habe ich meine Probleme, denn ich verabscheue kaum etwas so sehr wie Langsamkeit. Dieses Blog heißt nicht umsonst The Efficiency Equation: Es vergeht kein Moment, in dem ich nicht permanent nach einem noch effizienteren Weg suche, etwas zu tun.

Ich weiß allerdings auch, dass das manchmal sehr oft zu unnötigem Stress führt. Deshalb lass mich einen Kompromiss formulieren: Kultiviere Langsamkeit in einzelnen Teilen deines Lebens, aber nicht überall.

Die eigene Arbeit schnell und trotzdem sauber ausführen zu können, ist eine besonders wertvolle Fähigkeit, die letztlich vor allem einen sehr hohen Stundensatz rechtfertigen kann. Wer ständig neuen Kaffee nachholen muss und häufiger Facebook checkt als Fortschritte macht, wird nicht gerne beauftragt oder eingestellt.

If I do a job in 30 minutes it’s because I spent 10 years learning how to do that in 30 minutes. You owe me for the years, not the minutes. Davy Greenberg

In anderen Bereichen unseres Leben wäre es aber besser, wir würden einen Gang zurückschalten. Dazu zählt das Autofahren (du kommst trotz Drängeln sowieso nicht schneller an), das Kochen (im Zweifel brennt nur etwas an) oder auch Zeit mit Familie und Freunden (wer mag schon Menschen, die permanent auf die Uhr schauen?).

Mittlerweile gelingt es mir tatsächlich, auch Freude an der Langsamkeit zu gewinnen. Gerade das Kochen macht sehr viel mehr Spaß, wenn man erst einmal in Ruhe alles vorbereitet und sich nicht fast die Fingerkuppen absäbelt, weil man unbedingt schnell noch die Möhren kleinschneiden muss, die schon längst im Wok karamellisieren sollten.

Was die Langsamkeit mit Fear of Missing Out zu tun hat? Sie hilft dir, zu erkennen, dass nicht das ganze Leben ein Hochgeschwindigkeitszug sein muss. Dass es Zeiten gibt, zu denen du nicht sofort auf alles reagieren musst. Nimm in Teilen deines Lebens bewusst die Geschwindigkeit heraus und du wirst feststellen, dass du auch in anderen Bereichen gelassener wirst.

Verzichten statt Überfluss (Foto: Frau sitzt vor einem Bildband, in dem ein Kapitel über New York aufgeschlagen ist, daneben Strohhut und Landkarten.)

g) Du musst nicht alles haben

Ich glaube, dieser Drang, alles haben zu müssen, ist dem heutigen Zeitgeist geschuldet. Früher gab es nicht so viele Möglichkeiten, also gab man sich mit weniger zufrieden.

Heute stehen uns so viele Türen offen, dass wir manchmal nicht wissen, durch welche wir zuerst gehen sollen. Wir haben den Anspruch, irgendwann einmal durch all diese Türen gegangen zu sein, da wir glauben, sonst kein vollständiges Leben gehabt zu haben.

Ich beobachte das häufig bei Reisen. Zahllose Menschen scheinen das Gefühl zu haben, dass sie in ihrem Leben alle Länder einmal bereist haben müssen, ansonsten hätten sie kein erfülltes Leben gelebt.

Gut dass wir das Menschen nicht erzählen können, die zu Zeiten gelebt haben, als es keine Flugzeuge gab. Und vielleicht noch nicht einmal Schiffe. Das müssen alles sehr unerfüllte Leben gewesen sein. Vielleicht ist es besser, es mit Bill Maher zu halten, der zumindest bestimmte Plätze gar nicht erst ansteuert:

I['ve] never been to any country that’s, you know… I always say, nowhere where they can take a chicken on a bus. Bill Maher

Man muss nicht alles mitmachen. Du bestimmst ganz allein, was dein Leben lebenswert macht. Die Chancen stehen gut, dass gerade der Überfluss nicht das ist, was dich glücklich machen wird. Häufiger sind es wenige, dafür aber ausgesuchte Reisen, Menschen, Erlebnisse, Anschaffungen oder Gelegenheiten.

Renn nicht hinter allem hinterher, nur weil es heute so viele "low-hanging Fruits" gibt. Je weniger du dich strecken musst, um etwas zu erreichen, desto weniger ist es meistens wert. Konzentrier dich auf die anspruchsvollen Herausforderungen. Wenige davon wiegen mehr als Hunderte von leichten.

h) Sei dankbar

Fast wie ein Mantra wird in jedem zweiten Blog und in jedem dritten Buch auf Dankbarkeit Bezug genommen. Wir sollen dankbarer sein, um glücklicher zu werden. Untermauert mit zahlreichen Studien. Dabei klingt das so kitschig. Als würde irgendein Dankbarkeitstagebuch wirklich etwas Signifikantes verändern.

Der glücklichste, zufriedenste und dankbarste Mensch, den ich (und einige andere Menschen) in ihrem ganzen Leben kennengelernt haben, war meine Großmutter. Sie hatte nach ihrer Flucht rein gar nichts und war darauf angewiesen, dass fremde Menschen sie in ihrer Scheune schlafen ließen. Während der Flucht verstarb sogar eines ihrer Kinder. Sie hat sich ihr Leben lang förmlich kaputt gearbeitet. Bis sie über 90 war arbeitete sie noch (freiwillig) regelmäßig im Garten.

Ich kann mich an keinen Zeitpunkt erinnern, an dem sie sich einmal über irgendeine Situation in ihrem Leben beklagt hätte. Selbstverständlich war sie traurig, dass sie ein Kind verloren hatte – aber sie war allen voran glücklich, dass ihre anderen vier Kinder lebten und gesund waren.

Alles, was sie hatte, gab sie ihren Kindern und Enkelkindern. Sie selbst wollte nie irgendetwas haben. Sie war zufrieden, wenn sie anderen helfen konnte. Und jeder, der sie kennengelernt hat, erinnert sich daran, wie glücklich sie über ihr Haus war. Für sie gab es bis ins hohe Alter nichts Schöneres als die Tatsache, dass sie bei Regen hineingehen konnte. Das bedeutete ihr mehr als alles Geld der Welt und davon zehrte sie ihr Leben lang.

Im vergangenen Jahr ist sie im Alter von 97 Jahren verstorben. Auch in ihren letzten Tagen sprach sie unablässig darüber, wie glücklich und dankbar sie ist, dass es uns gut geht und dass wir uns haben. So traurig ich bin, dass sie nicht mehr da ist, so dankbar bin ich, dass ich einen Menschen wie sie überhaupt kennen durfte.

Dankbarkeit ist kein Allheilmittel und man wird nicht automatisch 100 Jahre alt, bloß weil man dankbar ist. Aber es macht ein glückliches und langes Leben zumindest deutlich wahrscheinlicher. Es kann helfen, besser mit Widrigkeiten umzugehen.

Indem wir uns mehr auf das konzentrieren, wofür wir dankbar sind, anstatt auf das, was wir nicht haben, schützen wir uns vor FoMO. Denn FoMO kann uns nur dann etwas anhaben, wenn wir auf ihre Reize reagieren.

3. Fazit

Fear of Missing Out ist kein Mythos. Sie ist heute so stark wie nie zuvor, gerade weil es so viele Dinge gibt, auf die sie uns unablässig aufmerksam machen kann. Dinge, die wir verpassen könnten, wenn wir nicht schnell genug handeln.

Deshalb ist FoMO so gefährlich, sie lenkt unsere Aufmerksamkeit. Die einzigen, die unsere Aufmerksamkeit lenken sollten, sind jedoch wir selbst. Auf möglichst rationale Weise.

Nur dann können wir wirklich produktiv und fokussiert sein und unsere Ziele erreichen.

In diesem Beitrag werden Werke der folgenden Urheber verwendet:

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Alexander Hetzel

Alexander Hetzel hat THEEEQ gegründet, weil er immer noch nach dem effizientesten Weg sucht, um dutzende Zimmerpflanzen am Leben zu erhalten. In der Nacht kämpft er gegen Spinnweben und leitet Gladspring, eine Strategieberatung für exklusive Marken.

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